Die Valpolicella – Villen, Wein und Gastfreundschaft

Umgeben von Wein und OLivenbäumen steht die Villa Betteloni auf einer Anhlhöhe im Valpolicella
Die Villa Betteloni zählt zu den bedeutendsten Villen der Valpolicella.

Die Valpolicella – Paradies zwischen Gardasee und Verona 

Wem der Gardasee zu überlaufen und zu lärmend ist und wem Verona zu steinig und städtisch ist, der sollte sich aufmachen in die Valpolicella. Denn im Südosten des Gardasees erstreckt sich zwischen Bardolino und Verona eines der schönsten Täler des Veneto. Sanfte Hügel, Zypressen, weite Weinberge und knorrige Olivenbäume, rustikale Bauernhäuser,  und prächtige venezianische Villen machen den Charme dieses Paradieses ebenso aus wie die vielen kleinen Resaurant  und Trattorien, in denen es neben den typischen Spezialitäten auch den berühmten Wein, den „Valpoicella“ gibt.

Die Villa Betteloni – eine imposante Villa Veneta, befindet sich, von einer Mauer umgeben auf einem riesigen Grundstück inmitten eines Parkes

Der ideale Standort für Verona (Kultur und Shopping) Gardasee (Badespass und Wassersport)

Wir wollten dem Trubel und der Hitze der Stadt entgehen und hatten auch keine Lust auf einen Urlaub am überlaufenen Gardasee. So machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft, von der aus sowohl Gardasee als auch Verona schnell zu erreichen sind. Darüber hinaus sollte es eine Ferienwohnung sein, aber natürlich nicht in so einem typischen „Feriendorf“, sondern schon etwas Individuelles und auch etwas Besonderes. Gefunden haben wir ein solches Kleinod im Herzen der Valpolicella in Castelrotto: Die Villa Betteloni, eine typische „Villa Veneta“ aus dem 13. Jahrhundert positioniert sich auf einem der sanften Hügel inmitten eines großen Parks, umgeben von Weinbergen, wo der berühmte Valpolicella-Wein angebaut wird.

Der Blick ist einmalig. Der Park, die uralten Bäume, Zypressen, die in den Himmel ragen und in der Ferne die Lessinier Berge

Atem-beraubend: Eintreten und sich fühlen, wie ein italienischer Fürst

So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Man erreicht die Villa Betteloni über eine kleine Straße, die natürlich „Via Betteloni“ heißt und steht dann vor einem enormen  zweiflügligem Eingangstor aus Schmiedeeisen, bestimmt 3 Meter hoch. Automatisch öffnet sich das Tor und man folgt der Zufahrt durch eine Zypressenallee, die sich dann auf einen großen gekiesten Hof  hin öffnet. War man von der Zufahrt schon beeindruckt, bleibt einem jetzt der Mund offen stehen! Eine Villa, wie man sie nur aus Büchern oder Zeitschriften kennt! Wir sind beeindruckt! Und hier werden wir wohnen, zwar nur für eine knappe Woche, aber immerhin. Da kommt auch schon der „Patrone“  Dr. Vittorio Betteloni (wie anders sollte er auch heißen) über den Hof und heißt uns willkommen.

Die Tür führt zum Balkon mit Blick auf den Park

Appartamento „Zia Otta“ –  Tante Otta  lebte hier vor 150 Jahren

Wir hatten die Wohnung von Tante Otta gebucht und ihren Geist konnten wir noch in den Mauern fühlen.  Sie muss eine heitere, lebenslustige, ja glückliche  Frau gewesen sein, wenn die Wohnung so ist wie sie war: hell, luftig, mit einem kleinen Balkon zum Park,  geschmackvoll eingerichtet mit antiken Möbeln, eine kleine Küche, Esstisch, Schlafzimmer, Herz, was willst du mehr.

Vom „Amarone“ und anderen Köstlichkeiten

So mancher Besucher kommen nur wegen des Weins ins Valpolicella und nach einer Weinverkostung in einem der Weingüter oder Botegas, versteht man einen solchen Weinfreund sehr gut. Denn das, das dort im DOC-Gebiet angebaut wird, ist von einmaliger Qualität. Der berühmteste (und natürlich auch teuerste) Wein ist der „Amarone“. Zu Recht zählt er zu den besten Weinen der Welt. Schon die „Herstellung“ des „Amarone“ ist aufwändig: Nur die gesunden, makellosen, von Hand gelesenen Trauben werden nach der Lese in gut durchgelüfteten  Räumen zum Trocknen auf Holzroste gelegt. Dort bleiben sie bis Februar und erst dann werden die getrockneten Trauben gekeltert. Die Gärung wandelt nahezu den gesamten Zucker in Alkohol um und so entstehen Weine von ungeahnter Komplexität, die nahezu unbegrenzt lagerfähig sind. Neben dem Amarone, gibt es jedoch auch andere, erschwingliche Wein von ausgezeichneter  Qualität. Die Weine mit dem DOC-Gütesiegel beginnen mit dem Valpolicella „Classico“, dann „Classico Superiore“, „Classico Superiore Ripasso“, und als Höhepunkt der „Amarone“ . 

Erst wenn sie vollreif sind, werden die Trauben für den „Amarone“ von Hand gelesen und auf „Plateaus“ zum Trocknen gelegt.

Wir haben den Wein ausgiebig verkostet, aber nicht bei den großen bekannten Produzenten, sondern bei kleinen nahezu unbekannten „Weinmachern“, deren Passion die Produktion von ganz individuellen Weinen ist. Vittorio Betteloni, der Padrone der Villa kennt die meisten von ihnen und gab uns die entscheidenden Tipps. Aber auch in den kleinen Trattorias und Restaurants wurde so mancher guter Tropfen kredenzt und  lokale kulinarische Köstlichkeiten serviert.

Ciao Valpolicella, ciao Villa Betteloni wir kommen bestimmt wieder!

Als wir uns nach 5 wunderschönen, erlebnisreichen Tagen wieder auf den Weg nach Hause machten, waren wir nur einmal in Verona und kein einziges Mal am Gardasee gewesen. Dafür haben wir die angenehmen  Seiten des Landlebens in einer „Villa Veneta“ in vollen Zügen genossen. Wir waren verzaubert von der einmaligen Landschaft, der Freundlichkeit und Herzlichkeit der Einheimischen (auch wenn wir uns oft nur mit Händen und Füßen verständigen konnten). Wir haben gegessen, getrunken und gelacht, wie selten und wir werden zu Hause ganz bestimmt das eine oder andere Glas „Valpolicella-Wein“ trinken und uns fühlen wie Fürsten aus dem Veneto.

 

 

 

 

 

 

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