Die Liebeskunst des Kamasutra – Botero im MMK Passau

Boteros "Boterosutra" im MMK in Passau
Ein Ölgemälde von Botero aus dem Zyklus „Boterosutra“

Passau –  Das Museum Moderner Kunst in Passau zeigt zum ersten Mal in Deutschland von Fernando Botero seine  „Boterosutra“. Obwohl sich Akt-Darstellungen durch das gesamte Werk Boteros ziehen, so eindeutig hat man die Dicken, die sein Markenzeichen sind noch nicht gesehen: Inspiriert zu seinem Zyklus „Boterosutra“, der 2013 entstanden ist, hat den 85jährigen Kolumbianer das Buch der Liebeskunst, das „Kamasutra.

Fernando Botero Angulo, geboren am  19 April 1932 in Medelín, Kolumbien zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen Malern und Bildhauern Südamerikas.  Seine Themen sind der Mensch in all seinen Fasetten, die Botero oft überzeichnet. Sein Stil, auch „Boterismus“  genannt, zeichnet sich aus durch die Darstellung von großen voluminösen Körpern- „Ich lieb einfach dicke Menschen“, soll er einmal gesagt haben. Boteros Gemälde, Zeichnungen und überlebensgroße Skulpturen sin in vielen Musen auf der ganzen Welt zu sehen.

Das „Boterosutra“ wird erstmals nach der Präsentation in der Schweiz und Frankreich in Deutschland gezeigt.

70 Zeichnungen, Ölgemälde und Skulpturen umfasst die Serie „Borerosutra“ und Botero, der die Dicken und Drallen so liebt, zeigt sie in ihrer ganzen Sinnlichkeit vereint: Aber Botero will keinesfalls das Kamasutra illustrieren sondern er zeigt sich Liebende in den unterschiedlichsten Stellungen. Sie räkeln sich auf Kissen oder Laken oder treiben es einfach auf dem Boden. Die Ölgemälde sind, wie von Botero gewohnt farbenfroh und plakativ, die Zeichnungen dagegen in der Farbgebung zurückhaltend und delikat.

Die „Akteure“  wirken seltsam blutleer und desinteressiert, so sehr sie sich körperlich nahe kommen, so sehr vermeiden sie jeglich Blickkontakt. Sie sehen sich nicht in die Augen, sie starren vielmehr ins Leere und bleiben so teilnahmslos wie unbeteiligt. Sinnlichkeit und Erotik vermag die Ausstellung nicht zu vermitteln.

Zu sehen ist die Ausstellung bis 26. November im  Museum Moderner Kunst Wörlen in Passau, Bräugasse 17. www.mmkpassau.de

 

 

 

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